Arztpraxis Dipl. Med. Michael Seeger

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie ist jetzt 200 Jahre alt. Als Begründer dieser Heilmethode gilt der deutsche Arzt Dr. Samuel Hahnemann.

Grundlage für das Verständnis der Homöopathie ist die sogenannte Simile-Regel: Similia similibus curentur. Zu deutsch: Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt (Ähnlichkeitsregel). Dies bedeutet, dass die Homöopathie Krankheiten mit Substanzen behandelt, die - beim Gesunden gegeben - ein vergleichbares Beschwerdebild hervorrufen. (Als Beispiel hierfür möge ein akuter Fliesschnupfen mit tränenden und brennenden Augen dienen. Das geeignete Mittel hierfür kann Allium cepa sein - die Küchenzwiebel. Jede Hausfrau hat wohl eben diese Symptome schon beim Zwiebelschälen kennengelernt.)

Wie arbeitet der Homöopath?

Nachfolgend wird die Arbeitsweise eines Behandlers aufgezeigt, der nach den Regeln der Klassischen Homöopathie, wie sie durch Hahnemann begründet wurde, arbeitet. In unserer Praxis wird ausschließlich klassisch homöopathisch mit Einzelmittel behandelt.

Besonders wichtig für die homöopathische Behandlung ist das ausführliche Erfragen der Krankengeschichte des Patienten (Anamnese). Der Homöopath versucht möglichst umfassend die Persönlichkeit des Patienten zu erfassen und berücksichtigt hierbei nicht nur die Symptome derjenigen Beschwerden, die den Kranken vordergründig zum Arzt geführt haben. Einen hohen Stellenwert haben zum Beispiel psychische Symptome und solche Umstände, die bestimmte Beschwerden verschlechtern oder auch lindern.

Aus der Analyse der Symptome oder Umstände, die beim Patienten besonders auffällig sind, wählt der Homöopath auf Grundlage seiner Kenntnis der homöopathischen Mittel das Medikament aus, das offensichtlich dem Beschwerdekomplex des Kranken am ehesten entspricht.

Wie läuft die homöopathische Behandlung ab?

Wie bereits oben beschrieben, erfolgt zunächst die Anamneseerhebung und soweit erforderlich die körperliche Untersuchung des Patienten. Falls möglich, sollten Vorbefunde vom Hausarzt oder behandelnden Fachärzten mitgebracht werden. Nach erfolgter Analyse durch den homöopathisch arbeitenden Arzt wird der Patient erneut in die Praxis einbestellt und erhält dann sein homöopathisches Mittel verordnet. Dies können sowohl Tropfen, Tabletten, Pulver oder Globuli ("Kügelchen") sein. Wir arbeiten bevorzugt mit Globuli.

Die nächste Vorstellung erfolgt meist nach 4 bis 6 Wochen. Je nach Verlauf kann später ein Wechsel der Potenzierungsstufe des verordneten Medikamentes oder auch ein Wechsel des Medikamentes erfolgen.

Was kostet die homöopathische Behandlung?

Sowohl Anamnese als auch die Analyse sind äußerst zeitaufwendig. Allein für das Erheben der homöopathischen Anamnese ist beim Erwachsenen ein Zeitaufwand von durchschnittlich 1 bis 2 Stunden notwendig. Die anschließende Analyse durch den Homöopathen kann mitunter den gleichen Zeitaufwand erfordern. Daher müssen Sie für diese Konsultation mit Kosten von ca. 120 € rechnen (Durchschnittswert; Rechnungslegung erfolgt nach tatsächlichem Aufwand entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte).

Folgekonsultationen werden entsprechend den Gebührenziffern für Beratungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) je nach zeitlichem Aufwand berechnet (ca. 7 - 25 €).

Welche Ausbildung und Qualifikation liegt vor?

Durch die Ärztekammern ist festgelegt, welche Ausbildungszeit und Ausbildungsinhalte zur Anerkennung der Zusatzbezeichnung "Homöopathie" obligatorisch sind.

Ich habe meine Ausbildung an der Niedersächsischen Akademie für Homöopathie und Naturheilverfahren in Celle in der Zeit von 1994 bis 1998 absolviert. Von der Ärztekammer des Landes Brandenburg wurde mir die Zusatzbezeichnung "Homöopathie" zuerkannt. Für kontinuierliche und nachgewiesene regelmäßige Fortbildung auf dem Gebiet der klassischen Homöopathie wurde mir vom Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte das Diplom Homöopathie verliehen.